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Vermittlung

Unser Tierheim-Team freut sich, wenn es seine Tiere in gute Hände vermitteln kann. Dennoch wäre es natürlich noch besser, Tiere bräuchten gar nicht erst im Tierheim aufgenommen werden.

Die folgenden Überlegungen sollen keinesfalls grundsätzlich davor abschrecken, sich ein Tier anzuschaffen, noch sollen sie vergessen lassen, wieviel Freude ein Tier machen kann. Aber vorheriges selbstkritisches Hinterfragen, ob man tatsächlich bereit und in der Lage ist, die Verantwortung für das Leben eines Tieres mit allen Konsequenzen zu übernehmen, kann dazu beitragen, Fehlentscheidungen zu vermeiden, die zur Abgabe oder Rückgabe eines Tieres ins Tierheim oder aber - schlimmer noch - für das Tier zu einem nicht artgerechten, eventuell gar tierquälerischen Leben führen.

1.)
Haben Sie Grundwissen über die Tierart, für die Sie sich interessieren? Wissen Sie, welches Futter das Tier braucht und wieviel Platz, wie eine artgerechte Behausung aussieht und was für Pflege es benötigt? Fachbücher können hier eine gute Hilfe sein, allerdings sollten Sie dann auch vorher gelesen werden.


2.) Lässt Ihr Lebensstil die Haltung des gewünschten Haustieres zu? Sind Sie bereit, einen mehr oder weniger großen Teil Ihrer Freizeit auf das Tier abzustimmen (ein Hund z. B. braucht je nach Größe mindestens 1 -2 Stunden Auslauf täglich und das bei jedem Wetter)? Ertragen Sie den Schmutz und die Haare, den/die fast jedes Haustier auch macht oder hinterlässt, in Ihrer Wohnung?

3.)
Auch Tiere haben bzw. entwickeln manchmal "Macken". Sind Sie bereit, diese zu ertragen bzw. dort, wo es möglich und notwendig ist, diese Uneigenarten abzuerziehen (z. B. mit Ihrem Hund eine Hundeschule zu besuchen)? Anders gesagt: Sind Sie bereit, das Zusammenleben nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Tagen zu akzeptieren?

4.)
Wissen Sie, wie alt Ihr Wunschtier wird? Sind Sie bereit, so lange die Verantwortung für das Tier zu übernehmen? Ein Hund kann 10 - 15 Jahre alt werden, eine Katze sogar bis zu 20 Jahren. Bedenken Sie, wenn möglich, welche Lebensänderungen jetzt schon für Sie in welchen Zeiträumen absehbar sind und ob die Sorge für das Tier dann immer noch gewährleistet ist.


5.) Haben Sie wirklich genügend Zeit, sich jeden Tag um die Versorgung mit Futter und Wasser zu kümmern, das Katzenklo oder den Kaninchenkäfig zu putzen, sich mit dem Tier zu beschäftigen und ihm die nötige Zuwendung zukommen zu lassen? Vergessen Sie auch nicht die Zeit für die eventuelle Fellpflege.


6.) Ist Tierhaltung in Ihrer Wohnung erlaubt? Haben Sie genügend und den richtigen Platz für Ihr Wunschtier? Jedes Tier braucht Auslauf bzw. Ausflug. Ein großer Hund mit großem Laufbedürfnis ist nichts für eine kleine Wohnung. Nagergehege müssen ausreichend groß sein und benötigen für eine artgerechte Unterbringung einiges mehr an Stellfläche, als meist vermutet wird.

Leben bei Ihnen noch andere Haustiere? Dann müssen Sie vorab überlegen, ob sich Ihr Neuzugang mit den Alteingesessenen möglicherweise nicht versteht.

Wie steht es mit der Tiersicherheit Ihrer Wohnung? Nagetiere knabbern Stromkabel an, Katzen bleiben in Kippfenstern hängen, Hamster fallen vom Balkon. Treffen Sie entsprechende Vorsorge, bevor das Tier bei Ihnen einzieht.

7.) Sind Sie sich über die Kosten im klaren, die auf Sie zukommen? Außer für Ernährung und Haltung (Behausung, Zubehör, Spielzeug etc.) fallen auch noch Tierarztkosten an. Hunde und Katzen z. B. müssen regelmäßig geimpft und entwurmt werden. Für Hunde fällt außerdem noch Hundesteuer an, die je nach Stadt und Rasse inzwischen bis zu 70 Euro im Jahr ausmachen kann.


8.)
Wenn Sie nicht alleine leben, stellt sich die Frage, ob das Tier wirklich in Ihrer gesamten Wohngemeinschaft willkommen ist. Wenn Ärger vorprogrammiert ist, leidet meist irgendwann auch das Tier darunter.

Wenn Kinder im Haushalt leben, sind diese alt und vernünftig genug für Ihr Wunschtier? Bitte bedenken Sie, dass ein Tier kein Kinderspielzeug ist.



9.)
Klären Sie unbedingt vorher ab, ob Sie oder andere unmittelbar mit dem Tier Zusammenlebende eine Allergie haben. Die Rückgabe eines Tieres aus diesen Gründen ist häufiger als gedacht (wenn auch sicherlich manchmal vorgeschoben). Außer einer Katzenhaarallergie kommen hier vor allem in Betracht Allergien gegen Meerschweinchenhaare aber auch gegen Vogelfedern und das Heu im Nagerkäfig.


10.) Überlegen Sie sich vorher, was Sie mit Ihrem Tier während des Urlaubs machen oder wenn Sie krank sind. Haben Sie Freunde oder Verwandte, die sich dann um das Tier kümmern? Müssen Sie auf Urlaubspflegeplätze zurückgreifen, überzeugen Sie sich vorab davon, dass Ihr Tier dort gut untergebracht und nicht einfach nur abgeschoben ist.


11.) Wer pflegt das Tier, wenn es selber krank wird? Wer bringt es zum Tierarzt? Bedenken Sie bitte, dass es auch notwendig sein kann, Erbrochenes oder Durchfall aufzuwischen, stinkende, eiternde Wunden auszuwaschen usw. Wer aus z. B. Ekelgründen nicht in der Lage ist, seinem kranken Tier im Notfall zu helfen, sollte sich lieber keines anschaffen.





 
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